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BerlinSymphony – LoverSkysong

16.11.2017

Die Klangmagie der Gegensätze. Christian Jost hat einen Klassiker der Gegenwart für das Konzerthausorchester und Iván Fischer geschrieben

Die Klangmagie der Gegensätze. Christian Jost hat einen Klassiker der Gegenwart für das Konzerthausorchester und Iván Fischer geschrieben
In seinen Werken ist Christian Jost immer auf der Suche nach magischen Momenten. Seine Musik ist unumwunden aktuell, poetisch und assoziativ – sie erzählt Geschichten für die Menschen und über die Menschen. Er ist damit ganz in einer Tradition der Uraufführungen, die mit Gustav Mahler oder Giacomo Puccini ihre letzten großen Vertreter hatte, und innerhalb derer Konzert- und Opernhäuser Orte der Auseinandersetzung mit der Gegenwart und aktuellen Ereignissen waren.

Die Klammer für die Werke auf Christian Josts Neue Meister Debüt ist die Magie der Gegensätze.
„Wenn im zweiten Teil der BerlinSymphony das Saxophon aus einem pulsierenden Orchesterklang hervortritt und sich im weiteren Verlauf immer weiter in die klangliche Vereinsamung zurückzieht, ist die Atmosphäre installiert in der sich das gesamte Werk bewegt“ charakterisiert Christian Jost die 2015 mit dem Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung von Iván Fischer uraufgeführte und aufgenommene Hommage an seine Heimatstadt. Vibraphon, Klavier, Harfe und großes Orchester reflektieren den energiereichen Gesamtklang Berlins durchsetzt von den repetitiven Rhythmen des Berliner Nachtlebens. Diese energiegeladene Klanglandschaft durchstreift das Saxophon sozusagen stellvertretend für den Hörer und hinterfragt das Verhältnis des Ich zur sich bewegenden Urbanität.

Während die BerlinSymphony die Makroperspektive auf Berlin in Klang umsetzt, fokussiert der Lover-Skysong die intime Erinnerung an die Zweisamkeit eines Liebespaars. Eingespielt wurde das neu komponierte Werk, das am 20.06. beim Neue Meister Konzert in Berlin uraufgeführt wird, mit dem Deutschen Kammerorchester Berlin unter der Leitung von Christian Jost persönlich. Dem Orchester wird ein Trio aus Schlagzeug, E-Bass und Klavier zur Seite gestellt. Den Verlauf der Komposition charakterisiert Jost wie folgt: „Schon das Adagio des Beginns weist auf das Trugbild, in dem dieser eigenwillige Fusion-Sound fließt und zu immer neuen perkussiven und harmonischen Variationen führt. Bestehen bleibt im dunklen Glockenklang Mix aus Klavier, E-Bass und Vibraphon eine dankbare Melancholie des Erlebten.“