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Christian

Christian Jost, 1963 in Trier geboren, studierte von 1983 bis 1988 in Köln bei Bojidar Dimov und von 1988 bis 1989 am San Francisco Conservatory of Music bei David Sheinfeld Komposition, Werkanalyse und Dirigieren. Als Stipendiat wurde Jost von der Stiftung Kulturfonds des Deutschen Volkes und der Stiftung Kunst und Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. 2003 wurde Jost mit dem Förderpreis der Ernst von Siemens Stiftung ausgezeichnet. Seine Oper Hamlet wurde bei der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt im Jahr 2009 zur “Uraufführung des Jahres” gewählt. Seit 2015 ist Christian Jost der künstlerische Leiter der Konzertreihe “2 x hören – zeitgenössisch” im Konzerthaus Berlin.

Als Dirigent leitete Christian Jost u.a. das Philharmonische Staatsorchester Hamburg, das Nederlands Filharmonisch Orkest, die Bremer Philharmoniker, das National Symphony Orchestra Taiwan, die Essener Phiharmoniker, das Orchester der Komischen Oper Berlin, die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Das Philharmonische Orchester der Oper Graz und das Deutsche Kammerorchester Berlin. Kompositionsaufträge erhielt er den Berliner Philharmonikern, dem Luzern Festival, dem Konzerthausorchester Berlin, der Oper Zürich, dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin, der Vlaamse Opera Antwerpen, dem Rundfunkchor Berlin, der Oper Graz, dem Residentie Orkest Den Haag und dem Taiwan Festival of Arts. Christian Jost lebt als freischaffender Komponist und Dirigent in Berlin.

Einladungen als Composer in Residence erhielt der Komponist von dem Orchester der Beethovenhalle Bonn (1999/2000, The End of the Game für Orchester), von der Staatskapelle Weimar (2003/04, CocoonSymphonie für Orchester) und in der Saison 2004/05 sowohl von der Deutschen Oper am Rhein (Vipern) wie auch von der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz (Erstaufführung der ‘Requiem-Trilogie’), der Komischen Oper Berlin (2008/09, Hamlet), dem Theater Dortmund (2010/11, Hamlet), dem National Symphony Orchestra Taiwan und dem Nederlands Philharmonic Orchestra (2012/13, Taipei Horizon), sowie dem östereichischen Festival Grafenegg (2016, Fanfare fü Blechbläser und An die Hoffnung für Tenor und Orchester)

Gleich zwei Opern feierten ihre Premieren im Jahr 2005: im Januar an der Deutschen Oper am Rhein die erste abendfüllende Oper Vipern („Eine mörderische Begierde in 4 Akten“) und im Mai am Theater Erfurt die szenische Erstaufführung des Einakters Death Knocks (2001) nach der gleichnamigen Satire von Woody Allen. Josts großformatig angelegte „Astronauten-Odyssee“ Phoenix ressurexit hatte bereits 2001 bei den Mittelrhein Musik Momenten Premiere gefeiert. Einen ganz neuartigen Beitrag zur Gattung Musiktheater lieferte Jost Anfang des Jahres 2006 mit der Choroper Angst („5 Pforten einer Reise in das Innere der Angst“) für Chor, Chorsolisten, Instrumentalensemble und filmische Projektionen. Handlung und Reflexion um die dramatischen Ereignisse eines Bergsteigerunglücks werden ausschließlich durch den Chor getragen. Nach der Uraufführung der Oper Die arabische Nacht (2007) am Theater Essen komponierte Jost in der Spielzeit 2008/2009 für die Komische Oper Berlin das Musikdrama Hamlet nach William Shakespeare. Hamlets schmerzhafte Suche nach Wahrheit und Erkenntnis wird in der Aufsplitterung der Hauptrolle in Mezzosopran- und Chorstimmen zur existentiellen Grundfrage des Menschen überhaupt. Am gleichen Haus wurde 2011 die Jugendoper Mikropolis aus der Taufe gehoben. 2012 folgten zwei Musiktheaterprojekte: Als Auftragswerk der Vlaamse Opera Antwerpen entstand die Oper Rumor nach dem Roman “Un dulce olor a muerte” (“Der süße Duft des Todes”) des bekannten Drehbuchauthors Guillermo Arriaga (21Gramm, Babel, Amores Perros). Seine erste Ballettkomposition DnA – six images of love schrieb Jost für die Oper Graz. Im Auftrag des Taiwan Festival of Arts komponierte er die Kammeroper HEART SUTRA, basierend auf der gleichnamigen Kurzgeschichte der legendären chinesischen Authorin Zhang Ai-ling, welche unter der Leitung des Komponisten in der National Concert Hall Taipei 2013 uraufgeführt wurde. Der Rundfunkchor Berlin hat gemeinsam mit dem weltbekannten U-theatre Taiwan mit Lover – für gemischten Chor und Schlagzeuginstrumente eine weiteres Mal ein neues originäres Musiktheater bei Christian Jost in Auftrag gegeben, welches mit Jost als Dirigenten 2014 in Berlin zur Uraufführung gelangte. Wieder gemeinsam mit dem Rundfunkchor Berlin und dem U-Theatre Taiwan wird Lover unter der musikalischen Leitung von Christian Jost, im Februar 2016 seine Asien Premiere beim Taiwan International Fesstival of Arts in Taipei im Grand Theatre Hong Kong erleben. Als drittes abendfüllendes musiktheater Werk, welches auf einen chinesischen Ursprung beruht, wurde im März 2015 am Opernhaus Zürich, Jost’s Oper Rote Laterne uraufgeführt. Die Oper basiert auf dem Roman “Wives and Concubines” des Chinesischen Autors Zu Tong, welcher auch als Vorlage für den gleichnamigen Film von Zhang Yimou diente.

Eine zentrale Gattung in Josts Schaffen stellt das Solokonzert dar. Charakteristisch ist eine orchestral gedachte atmosphärische Klangdichte. Josts kompositorischer Impuls besteht vor allem darin, dem Zuhörer Unbekanntes, Eigenwilliges sowie psychische Grenzerfahrungen auf faszinierende Weise nahe zu bringen. Nicht selten lässt sich die Intention des Autors bereits an den Titeln ablesen: TiefenRausch für Violine und Orchester (1997), Cosmodromion für Schlagzeug und Orchester (2002) und Heart of Darkness („Odyssee“ für Klarinette und Orchester, 2007, Auftrag der Berliner Philharmoniker.) Der tragische Tod des Jazztrompeters Chet Baker wird in dem Konzert für Trompete und Orchester Pietà („in memoriam Chet Baker“, 2004) thematisiert. Zusammen mit den Werken DiesIrae für Posaune und Orchester (2002) und LuxAeterna für Altsaxophon und Orchester (2003) bildet diese drei Solokonzerte die ‘Requiem-Trilogie’ – ein Zyklus, der in der Spielzeit 2004/05 erstmalig vollständig aufgeführt wurde. 2007 komponierte er für das RSO Stuttgart sein Konzert für Orchester und 2009 brachte das Konzerthausorchester Berlin Josts CodeNine zur Uraufführung. Als weiterer Auftrag des Konzerthaus Orchester folgte im Frühjahr 2015 die Uraufführung der knapp 30 minütigen symphonisch-urbanen-Landschaft: BerlinSymphonie für grosses Orchester.

Pressefotos

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